09.05.2026

Russendiskonews Mai 2026/1
Ein altes Sprichwort besagt, jedes Land hat die Nachrichten, die es verdient. In Mai beschloss die russische Führung ihre Siegesparade aus Sicherheitsgründen zu verkleinern, keine Panzer auf dem Roten Platz auffahren, keine Flugzeuge im Himmel, keine Kadettencorps und keine Jungoffiziere aufmarschieren lassen. Die einen wie die anderen sind infolge des endlosen Krieges rar geworden. Das Internet sollte für die Zeit der Feierlichkeiten gänzlich ausgeschaltet sein. Auch die Anzahl der ausländischen Gäste hat sich stark reduziert. Die amerikanische und die iranische Führung sind zu sehr miteinander beschäftigt, um nach Moskau zu fahren, der Chinese KP-Chef sagte ab und die Europäer meiden weitgehend die Kontakte zum Kreml. Seit Orban nicht mehr an der Macht ist, hat der russische Präsident keinen Gesprächspartner in Europa mehr. Der slowakische Premier Robert Fico würde zwar gern in Orbans Stapfen steigen, doch ihm fehlt das politische Gewicht. Als einziger europäischer Gast wollte er auf der Bühne in Moskau stehen, doch die baltischen Länder verweigerten ihm den Überflug, Fico drohte deswegen, mit Auto und Blaulicht nach Russland zu fahren.
In der Bevölkerung hat diese Parade nur für miese Laune gesorgt, vor allem in der Hauptstadt. Es macht niemandem Spaß, eine ganze Woche ohne Internet zu sein. Früher sind die Russen traditionell an den Mai- Feiertagen zum Schaschlik grillen ins Grüne gefahren, raus aus der Stadt. Dieses Jahr sitzen sie wie in einer Mausefalle, die Nachfrage für Grillfleisch reduzierte sich auf ein Drittel.
Das Fest, einst ein wichtiger Tag, der die Menschen an die Befreiung Europas vom Faschismus erinnerte, wurde vom Kremlregime einvernahmt und für den aktuellen Angriffskrieg in der Ukraine missbraucht, die so genannten Veteranen der „Speziellen Operation“ sollen nun, statt der echten Veteranen auf dem Roten Platz zu sehen sein. Der Ukraine- Krieg geht jedoch der Bevölkerung schon lange auf den Geist, niemand versteht, was der Sinn dieser Schlachterei ist, dadurch ist auch der Tag des Sieges für viele bedeutungslos und anstrengend geworden.
Die Führung im Kreml hat wirklich eine „Shit hand“, alles war sie anfasst verwandelt sich in eine schlecht riechende Substanz. So wurde das größte Fest des Landes in eine geschmacklose Propaganda-Plörre verwandelt. Sibirien zeigt in Richtung Moskaus den Zeigefinger. In Novosibirsk wurde ein Riesiges Plakat mit Orang-Utan aufgehängt, der zum „Tag des Sieges2 gratuliert. Nun wird der Zoodirektor des Extremismus beschuldigt.