Onkel Wanja kommt
Shop: T-Shirts

Neuigkeiten

  • In fröhlicher Erwartung der Fußball WM

    In fröhlicher Erwartung der Fußball WM

  • Werbung: Ich lese heute endlich wieder in München. Am Freitag in Magdeburg und am Samstag in Herzberg

  • Mein neues Buch auf Platz 4, ganz dicht am Darm mit Charme und der Putins Krone!

    Mein neues Buch auf Platz 4, ganz dicht am Darm mit Charme und der Putins Krone!

  • In manchen ehemals sozialistischen Ländern kam der Kapitalismus verkehrt
    an, anstatt das freundliche Gesicht der freien Marktwirtschaft zu sehen,
    sahen die Bürger den Arsch. Letzte Woche ist in Moskau Sergej Mavrodi
    gestorben, der Mann, der in den Neunzigerjahren die erfolgreichste
    Aktiengesellschaft Russlands gründete, die MMM. Seine Firma versprach
    bis zu 1000% Dividende, eine wundersame Geldvermehrung, genauso hatten
    sich die Sowjetbürger den Kapitalismus vorgestellt. Wie ein schwarzes
    Loch saugte die MMM das Geld aus dem Volk: die Renten der Eltern und die
    Sparschweine der Kinder, alles landete dort. Die Aktiengesellschaft MMM
    war ein banales Schneeballsystem, sie investierte nur in Eigenwerbung.
    Jeden Tag erzählte der berühmte Schauspieler X. im Fernsehen, wie reich
    er inzwischen geworden sei, „Alle Träume werden wahr!“ jauchzte er. Nach
    einem halben Jahr brach MMM zusammen, 15 Millionen Russen hatten ihr
    Geld verloren, etwa 50 nahmen sich das Leben, der Gründer wurde wegen
    Steuerhinterziehung verhaftet. Es kam zu Demonstrationen von verprellten
    Anlegern, die eine sofortige Freilassung des Schurken forderten, sie
    glaubten, weil er im Knast saß, könne er sie nicht auszahlen. Der Staat
    ließ Mavrodi frei, er ging ins Ausland: in Indien, Süd-Afrika, Simbabwe
    und Nigeria versuchte er Menschen reich und glücklich zu machen. Er war
    erst 63 Jahre alt und hätte sicher weiter gemacht, wenn nicht der blöde
    Infarkt an der Bushaltestelle gewesen wäre. Über Ostern lag seine Leiche
    in der Leichenhalle, niemand kam, um sie abzuholen als hätte der Kerl
    überhaupt keine Verwandtschaft. Seine Frau hatte ihn vor langer Zeit
    verlassen, zu seiner Schwester hatte er keinen Kontakt. Nach russischem
    Gesetz wird jemand, um den sich niemand kümmert, in einem Massengrab für
    nicht identifizierte Personen beigesetzt.

  • In einem Interview fürs Radio über Putins Wahl sagte ich: Auf der offiziellen Seite des Präsidenten www.putin2018.ru steht sein Zitat „Ich mache keine halben Sachen.“  Ein schnelles Googeln zeigt die ganze Sache, die Domain Putin2024.ru und Putin2030.ru sind ebenfalls belegt“
    Daraufhin schrieb mir heute ein Radiohörer:
    „Hallo! Mit Interesse habe ich Sie im Deutschlandfunk Kultur neulich zur Putin-Wahl gehört. Ich habe es mal ausprobiert:Alle 6 Jahre ist eine Putin-Domain registriert, bis putin2066.ru:
    https://www.whois.com/whois/putin2066.ru
    putin2072.ru gibt es dann nicht mehr. So alt (120) will er dann doch nicht werden.“
    Dabei habe ich vor einer Woche geschaut, da war 2036 noch frei.

  • Ausgerechnet Deutschland: Geschichten unserer neuen Nachbarn: Amazon.de: Wladimir Kaminer: Bücher

    Epilog zu meinem Buch über Flüchtlinge, das heute erschien ist

     

    “Ausgerechnet Deutschland”

    Oft höre ich, die Integration sei chancenlos, diese ganzen Flüchtlinge

    sind wie Außerirdische hier, sie kommen aus einer anderen Kultur, haben

    skurrile Vorstellungen von richtig und falsch, können unsere Sprache

    nicht und finden unsere Bräuche und Sitten lachhaft. Es wird eine

    Ewigkeit dauern, um sie zu Europäern umzuerziehen! Und wir können keine

    Ewigkeit für die Integrationsarbeit einplanen, so lange können wir nicht

    warten! Sagen die Pessimisten. Die Optimisten sagen, die Menschen sind

    nicht alle gleich, bei einem klappt alles, beim anderen nicht, jeder hat

    ein eigenes Schicksal. Einige von den Neuankömmlingen werden es nicht

    schaffen und zurückgehen, andere werden ihre Kinder auf die Schule

    schicken und eine Arbeit finden. Die Kinder werden ihr neues Leben hier

    für das einzig richtige halten und ihre Kinder sowieso, sagen die

    Optimisten. Und ich, was sage ich? Ich komme aus einer jüdischen

    Familie. Wenn man den alten Schriften Glauben schenken darf, haben meine

    Vorfahren bei ihrem Auszug aus Ägypten vierzig Jahre gebraucht, um ihrem

    Volk einen neuen Lebensentwurf nahe zu bringen. So lange liefen sie in

    der Wüste hin und her und  übernachteten unter freiem Himmel auf heißem

    Sand. Angeblich hätten sie damals viel schneller die Wüste durchqueren

    können, doch ihre Anführer warteten, bis die letzte Erinnerung an die

    Sklaverei verblaßt war. Als freie Menschen sollten sie die Wüste

    verlassen. Später zogen meine Vorfahren vom Nahen Osten nach Europa,

    zuerst nach Spanien, als der spanische König es ihnen erlaubte, später

    nach Österreich, Rumänien und in die Ukraine. Ihre Erinnerungen an die

    ägyptische Sklaverei haben sie verloren, aber wohl nicht die

    Erinnerungen an den heißen Wüstensand. Überall, wo sie ankamen, froren

    sie. Und deswegen wahrscheinlich sind meine Vorfahren Kaminbauer

    geworden. Sie bauten Kamine und hießen Kaminer. Ich habe den Beruf

    gewechselt, trage aber diesen Namen gern. Denn die Wärme ist das

    wertvollste Gut, das wir Menschen weiter geben können. Ein altes

    indianisches Sprichwort sagt: “Ein Indianer friert unter der Decke. Zwei

    Indianer frieren nicht.” Und die Ewigkeit? Sie ist schnell vorbei.

  • Britische Journalisten wollen den russischen Botschafter interviewen

    Britische Journalisten wollen den russischen Botschafter interviewen

  • Die Welt, sollte sie jemals untergehen, wird nicht von Donald, Putin oder Kim, sondern durch ein kleines Missgeschick zerstört, glaube ich.

    Die Welt, sollte sie jemals untergehen, wird nicht von Donald, Putin oder Kim, sondern durch ein kleines Missgeschick zerstört, glaube ich.

  • Nachrichten aus der Heimat: Nach der Hetzrede des russischen Präsidenten rief das Kriegsministerium in Moskau die Bürger auf, die neuen Namen für ihre alten Atomraketen auszudenken, mit deren Russland Europa und Amerika droht. Im Fernsehen wird für...

    Nachrichten aus der Heimat: Nach der Hetzrede des russischen Präsidenten rief das Kriegsministerium in Moskau die Bürger auf, die neuen Namen für ihre alten Atomraketen auszudenken, mit deren Russland Europa und Amerika droht. Im Fernsehen wird für den besten Namen abgestimmt. Das Ministerium hatte tatsächlich über 50 000 Vorschläge bekommen, was für so ein großes Land eine relativ geringe Idiotendichte aufweist. Seitdem ist das Internet mit lustigen Bildern voll: Menschen, die überlegen, wie ihre Atomrakete heißen soll.  

  • Laut dem 13. Fünfjahresplan muss China bis zum Jahr 2020
100 000 Rembrandts und eine halbe Million Van Goghs vorbereiten,

    Laut dem 13. Fünfjahresplan muss China bis zum Jahr 2020

    100 000 Rembrandts und eine halbe Million Van Goghs vorbereiten,

Privat ein Russe beruflich ein deutscher Schriftsteller, bin ich die meiste Zeit unterwegs mit Lesungen und Vorträgen...